Vergleich & Erfahrungen DR350SHC – DR-Z 400S / Home

Tachoumbau für Supermoto
 

DR350SHC

DR-Z 400S

DR-Z 400S-Supermoto

Motor

Durchzugsstark, aber eher träge, sehr runder Lauf, mechanisch laut (naja nach 30.000km), Kickstarter kein Problem, außer wenn die Maschine etwas länger stand, Verbrauch 3.5l/100km, braucht schon 0,6l Öl/1000km

Spritzig, deutlich weniger Schwungmasse und höhere Verdichtung, dadurch aber weniger panzermäßig und bei geringen Drehzahlen unruhiger, deutliche Vibrationen bei 110km/h, sonst recht runder Lauf, nur 5 Gänge, Verbrauch 4l/100km

Fahrwerk

Relativ weich, recht geringe Dämpfung, Vorderbremse ist trotz Stahlflexleitung immernoch schwach, dank 21-Zoll-Rad stabiles Fahrverhalten

Ähnlich DR350, aber etwas mehr Dämpfung und hinten mehr Federweg, Verstellmöglichkeiten füer Dämpfung vorn/hinten (man muss aber ganz schön drehen bis man was merkt)

Auch mit kleinen Rädern/härterer Gabel auf der Straße sehr komfortabel, im Gelände ungünstig, bei Nässe oder extremen Schlaglöchern/Spurillen und etwas nervöser, Bremse hinten sehr zahm, vorne optimal (weiterhin mit Originalscheibe, die leider etwas quietscht)

Ausstattung

Spiegel & Handhebel riesig, schlechte Lackierung

Schöne, kleine Spiegel und Blinker (aber trotzdem ziemlich bruchgefährdet!), kein Drehzahlmesser, aber Uhr und verschiedene Tageskilometerzähler, Elektrik im Scheinwerfer unaufgeräumt, Lenkerschloß hackelig und an der falschen Seite angebracht, Lenker sehr kratzempfindlich (unbedingt abkleben)

Modifikationen

Renthal-Lenker (eigentlich überflüssig, aber immerhin leicht und stabil), Lenkerprotektoren Acerbis, 16l-Acerbis-Tank (Reichweite bis 400km), abgepolsterte Sitzbank, flexible Polo-Miniblinker (Achtung 15W-Birnen behalten, da sonst das Blinkrelais nicht arbeitet

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Lenkerprotektoren UFO (stabiler als die normalen Acerbis), Kotflügel 9cm gekürzt und 1,5cm tiefer montiert (Regen wird noch einigermaßen gut abgehalten, Schlamm aber nicht....) seitliche Werkzeugtasche, abgepolsterte Sitzbank, Gabel ca. 3cm durchgeschoben + Wirth-Federn, hintere Federung abgesenkt (muß ganz schön vorgespannt werden, damit sie nicht zu weich ist), Kettenantrieb komplett um ca. 1,5mm nach außen versetzt, damit die Kette nicht am 160er Reifen schleift, TT Mini-Roadbook, Alusturzpads (Ebay)
Geplant: ??

Charakter

Optimal fürs Endurowandern und für Kurzbeinige

Damit ist man überall gut unterwegs, aber die Originalsitzhöhe ist sehr groß

Perfekt für Landstraße/Stadt und leichtes Gelände

Fazit: Suzuki hat die DR deutlich verbessert. Etwas schade, daß die Abgasvorschriften ein klein wenig die ansonsten guten Motoreigenschaften beeinflussen. Auch ein 6. Gang wäre nicht zu verachten, gerade auf der Autobahn.

Die ersten 11500km:

1000km Nichts besonderes, bei der Erstinspektion wurde der Vergaser fetter eingestellt. Motor springt dadurch deutlich besser an (vorher nur mit spielen am Gasgriff). Die Vorderbremse quietscht leicht, aber Kupferpaste hilft nur für einen Tag.
5000km 2. Inspektion Nichts besonderes, bis auf die Tatsache, daß das Salz im Winter schon recht aggressiv gearbeitet hat (obwohl es nur wenige Tage waren). Vergaser wurde nochmal fetter eingestellt, so daß das Verschlucken beim Gasaufreißen jetzt endlich minimal ist.
8000km Nach 2 Wochen in Istrien und Kärnten sind die MT60 endgültig hinüber (vorn noch etwas Reserven). Leider ging ein Blicker bei läppischer Umfaller zu Bruch, konnte aber repariert werden. Jetzt werden Conti Force SM aufgezogen, hinten in 150/60. Der ist etwas schmäler (aber schleift auch noch etwas an der Kette) und hat mehr Schräglagenreserven. Kleine Geländeeinlagen (leichter Schotter, harter Sand, trockener Wald und Wiese) sind aber immernoch gut machbar. Allerdings ist der Seitenhalt nocheinmal geringer als beim MT60.
8800km Am 21.8. ging es auf die kartähnliche Rennstrecke bei Kirchheim/Teck (mit Mad Mäxle). Die Contis sind wirklich super. Allerdings schabt die Kette im Renneinsatz doch ziemlich am Reifen (lag vielleicht auch an der geringen Kettenspannung). Auf dem Rückweg im Wald bin ich dann bergab auf dem nassen Grasboden ordentlich weggerutscht - Bremswirkung Null - Da wären die MT60 besser gewesen! Außerdem war das Wochenende auch der 1. Einsatz für das GPSmap60C am Motorrad. Tolles Gerät, allerdings mit Winterhandschuhen schlecht zu bedienen. Das Bremsquietschen hat sich nach und nach reduziert. Der Spritverbrauch ist durch die nochmals kürzere Übersetzung und flotteren Fahrstil auf ca. 4,5l/100km erhöht.
11500km Kurz vor der Inspektion (nach Touren durch Kärnten, Südtirol und Friaul) war die Kette völlig am Ende und mußte andauernd nachgespannt werden. Bin jetzt auf 41er Kettenblatt gewechselt, damit fährt es sich etwas relaxter und beim Trial gibt auch keine Probleme. Vmax bleibt bei echten 140km/h, nur kann man jetzt auch höhere Dauergeschwindigkeiten ertragen und fährt nicht schon in der Stadt ständig im Fünften. Der Hinterreifen ist durch das Kettenschlackern extrem in Mitleidenschaft gezogen worden und die Conti-Flanke ist auch extrem weich. Deshalb habe ich jetzt ein Extra-Blechteil biegen lassen, was das in Zukunft verhindert (klappert dafür etwas). Ansonsten ergab die Inspektion nichts besonderes. Das GPS hat sich bei diversen Touren gut bewährt. Man sollte aber die Wegpunkte recht eng wählen, damit das Autorouting nicht zu lange dauert und man tatsächlich am Gerät genau dieselbe Route bekommt, wie am PC. Die Karten lassen für Deutschland und Österreich kaum Wünsche offen. Der Dauerstrom kann im Cockpit abgezweig werden. Der Touratech-Halter hat sich bewährt, während der Garmin-Fahrradhalter bei einem MTB-Sturz schon angeknackst wurde.
12500km Ende November, jetzt ist die Saison abgelaufen. Mit der DR350 bin ich noch etwas rumgekurvt, jetzt mit neuen Alusturzbügeln, da die Plastikdinger wiedermal bei einem lächerlichen Umfallen gebrochen sind. Die Conti der 400er halten noch gut, sind nicht einmal zur Hälfte runter.
Winterpause Ein erster Startversuch im Februar dieses Rekordwinters hat ergeben, daß diesmal die Batterie breit ist. Werde sie also ausbauen müssen und laden. Bei Polo habe ich den 10%-Rabatt ausgenutzt und einen blauen TRW/Lucas-Alu-Lenker gekauft, sowie Daytona-Heiz-Griffe. Mit dem Anbau werde ich aber noch warten, bis mir der alte Lenker samt Griffen mir nicht mehr gefällt.
17000km Ende Juni: Viele Touren hat die DRZ schon hinter sich. Der Conti ist hinten praktisch runter, und vorne auch nicht mehr wirklich toll - aber neue sind schon bestellt. Die Kette längt sich pünktlich zur Inspektion auch schon ziemlich, trotz guter Pflege! Durch einen minimalen Umfaller sind die Ufo-Lenkerprotektoren angeknackst. Nachschub kommt diesmal von Louis in Carbonlook.
18000km Inspektion und TÜV: Kette doch noch OK. Alle Anbauteile montieren lassen und neue Contis drauf. Als Lenkerschutz habe ich jetzt die Alu-verstärkten Acerbis genommen. Den Vergaser habe ich komplett auseinander nehmen lassen. Jetzt (endlich!!) läuft die Maschine 100% sauber beim Gasaufreißen. Saubere Werkstattarbeit bei Suzuki Hofbauer, aber nicht ganz billig. Die letzte Tour ging zum Gaviapaß, aber leider eben nicht drüberhinweg.
18850km Die Maschine hat den Winter natürlich gut überstanden, aber die Batterie war völlig eingefroren. Nach 2 Tagen auftauen und ordentlichen Aufladen geht sie aber - überraschenderweise - wieder. Allerdings war dann nach 3 drei wieder kein Start möglich, so daß eine neue (von Varta bei Louis) nötig wurde. Technisch sieht sie genauso aus, und mit fast 70€ ist sie leider auch etwa so teuer wie das Original.
20.950km Dies Jahr bin ich nicht gerade viel gefahren. Habe zur Abwechslung mal die Aprilia SXV550 probegefahren: Geht ab wie die Hölle (65PS), hat Superbremsen (Stoppie mit einem Finger sicher möglich) und sieht toll (!!!) aus. So ganz praxisgerecht ist sie aber nicht unbedingt: Minitank + hoher Verbrauch, vibriert sehr hochfrequent (stört auf der Autobahn verdampt), der 180er Hinterreifen macht die Hinterhand träge, während das Vorderrad geradezu spielerisch einlenkt.
22.000km Vor der Winterpause wollte ich noch einmal etwas fahren, aber prompt war die (eigentlich ja noch fast neue) Batterie leer. Der Sache muß ich wohl in 2007 auf den Grund gehen.
22.500km Nicht mehr viel gefahren, dank Tricker und anderer Hobbies, also schweren Herzens verkauft für gut 2000€.

Tricker-Erfahrungen oder warum ich in 2005/6 nur 5000km mit der DRZ gefahren bin.


Endlich fertig:



Mein Traummotorrad:
2 Zylinder Reihenmotor (kompakt, langlebig und drehzahlfest)
Enduro mit 19' und 17' Rädern (guter Kompromiß für Straße und Gelände) Sitzhöhe 80-85cm, Federung nicht zu weich
Gute Ausstattung (großer Tank, Edelstahlauspuff, Alulenker, Lenkerprotektoren, ABS usw.)