Tachoumbau DR-Z 400 / Home

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Wenn man die Räder seiner Maschine austauscht und sich damit der Reifenumfang ändert (z.B. für Supermotoumrüstung), dann ist meist eine Tachoanpassung notwendig. Manchmal gibt es (teuere) Tachokabel mit anderer Schnecke, manchmal wird aber einfach auf einen primitiven Fahrradtacho umgebaut. Dem schönen Originaltacho mit Tripmaster usw. muß man dann Adé sagen oder man hat das Cockpit voll gepackt. Aber das muß nicht so sein!

Erweiterung für elektronische Tachos

Viele moderne Maschinen, so auch die Suzuki DR-Z 400, haben einen elektronischen Tacho, der anhand der Pulse pro Sekunde erkennt, wie schnell man fährt. Im Prinzip sind sicher die meisten Geräte ähnlich wie Fahrradtachos programmierbar, aber oft fehlt jegliche Dokumentation oder es sind eben doch Lötarbeiten erforderlich.

Die Impulse werden meist von einer Gabellichtschranke geliefert. Bei der DR-Z ist diese auf einer kleinen Extraplatine, die über 3 Leitungen an die Hauptplatine angeschlossen ist (Masse, Signal, +5Volt).





Tachoeinheit und Geber-Platine (die 3 Drähte sind schon abgelötet und die Kante schon etwas abgefeilt)

Wenn auf kleinere Räder umgerüstet wird, dann zeigt der Tacho zuviel an. Dies kann man korrigieren, indem man einfach jeden x-ten Impuls weglässt, also nicht auszählen läßt. Am einfachsten geht dies über ein Zähler-IC (und ein paar Zusatzgatter). Wenn man z.B. von 9 Pulsen nur 8 durchläßt entspricht das einer Korrektur von 12.5% im Abrollumfang bzw K-Wert.



Schaltplan des Impulsunterdrückers

Mit einem DIL-Schalter kann man den Zähler so einstellen, das der Korrekturfaktor bei ca. 7%, 9%, 11% oder 12.5% liegt. Durch minimale Umverdrahtungen sind auch andere Werte möglich (z.B. A-Eingang auf LOW=GND statt HIGH=+5V). Nach dem ich für die DR-Z zunächst eine Korrektur von 12.5% eingestellt hatte, habe ich festgestellt, daß damit der Tacho immernoch ca. 7% zuviel anzeigt. Dies ist zwar schon in der TÜV-Toleranz, aber genauer wäre eine Korrektur von 20%. Diese kann durch Einstellung von A=Low, B=High, C=Low und D=High erreicht werden. Am besten legt man dann A und B auf den DIP-Schalter.

Auch kann man (wahrscheinlich sogar ohne Änderungen) die Schaltung auch für andere Motorräder hernehmen. Noch universeller und kompakter wird das ganze, wenn man eine programmierbare Logik oder einen Mini-uC à la ATMEL Tiny 12 einsetzt. Dafür würde man aber eine Programmierumgebung benötigen.



Aufbau auf einer Rasterplatine

Aufbauen kann man dann alles auf einer Rasterplatine mit blanken Draht. Bei den Überkreuzungen ist natürlich isolierten Draht nötig. Draht eignet sich da er starrer ist besser als Litze. Diese ist aber für die Zwischenverdrahtung von Platine zu Platine besser geeignet. Die Original-Geber-Platine habe ich bei der DR ca. 3mm abfeilen müssen um Platz zu schaffen. Damit die neue Zusatzplatine nicht verrückt, habe ich einen Kunststoffanschlag gebastelt (vor dem Kleben aufrauen, für Schrauben war leider kein Platz).


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Copyright © 2003 Stephan Weber. Alle Rechte vorbehalten.
Stand: Oktober 27, 2003.