Panoramen mit der Digicam / Home

Hier einige Panorama-Beispiele mit Bildern aus Kroatien.

Mit Photographie hatte ich lange Zeit nichts am Hut: Zu teuer, zu langwierig, zu schwer, zu langweilig. Aber mit den Kauf der Canon Digital-IXUS hat sich dies alles ziemlich geändert. Sofort sieht man die Ergebnisse, man braucht nur das Bezahlen was man will und man hat einfach mehr Möglchkeiten, u.a. kann man eben tolle Panoramen erzeugen. Bei der IXUS liegt sogar die entsprechende Software dabei, womit man hier eigentlich aufhören könnte. Es zeigt sich jedoch, daß gute Panoramen zu photographieren viel schwieriger und vor allem fehlerträchtiger ist, als normale Bilder. Es müssen nämlich verschiedene Bilder aneinander gefügt werden (englisch stich), was an den Übergängen Probleme bereitet.

Die wichtigsten Schwierigkeiten sind:

1. Parallaxe-Fehler, d.h. nahe Gegenstände verschieben sich anders als weit entfernte.
2. Helligkeitsunterschiede an den Rändern
3. Über- bzw. Unterbelichtung, da bei Panoramen die Helligkeitsunterschiede größer sein können als bei Einzelphotos
4. Kameraverzerrungen, oft abhängig von der Brennweite
5. Zu geringe Überlappung der Einzelbilder
6. Softwaremacken der Stitch-Programme

Zwar sind die meisten Stitch-Programme darauf eingerichtet und arbeiten z.T. automatisch oder erlauben Handeingriffe, dennoch zeigen sich immer wieder Probleme, hoffentlich am Ende des Tages und nicht erst am Ende des Urlaubs.

Parallaxe-Fehler

Diese Fehler sind schwer auszuschliessen, zumal es ja oft interessant ist den Gegensatz zwischen nah und fern, z.B. bei einer Schlucht, festzuhalten. Hier kann man nur wenig Tips geben. Gut sind theoretisch Programme, bei denen man die Überlappung selber justieren kann, aber nicht immer klappt dies wie erwünscht und die Programme ignorieren mehr oder weniger das was man per Hand justiert!

Helligkeitsunterschiede

Die IXUS hat leider die Macke, die Ecken etwas abzudunkeln. Dies macht besondere Probleme beim Himmel, der dann fleckig wird. Ich habe mir mit Paint-Shop-Pro ein Korrekturbild gemacht, womit man die Ecken aufhellen kann. 100%ig ist die Korrektur zwar nicht, aber die Verbesserung ist schon massiv.

Über-/Unterbelichtung

Hier haben die meisten Digicams mehr Probleme als Normalkameras. Die IXUS hält für den Panorama-Modus die Belichtungszeit und die Blende konstant, womit zwar die Übergänge unprobleatisch werden, aber eben bei den Eckbilder die Belichtung unpassend werden kann. Allzu leicht wird bei Überbelichtung z.B. der Himmel fast einheitlich weiß oder es treten bei Unterbelichtung Unschärfen, Farbänderungen und Bildrauschen auf. Die IXUS macht da keine Ausnahme. Letztlich bleibt nur die Möglchkeit, das Panorama mehrfach aufzunehmen (mit manuellen Belichtungskorrekturen) und später die beste Variante auszuwählen.

Kamera-Verzerrungen

Das Objektiv erzeugt leichte brennweiteabhängig Kisseneffekte, was das Aneinanderfügen erschwert. Die meisten Programmen können hierauf reagieren und die Fehler kompensieren, z.B. indem die Brennweite manuell eingestellt wird oder versucht wird per Software diese automatisch zu erkennen. Die Kameras speichern die Brennweite auch irgendwo im JPEG-Header ab, was die Sache erleichtern kann. Stimmt die Brennweite nicht, wird der Horizont oft stark gekrümmt oder wellig.

Überlappung

Hohe Überlappung erleichtert der Stitch-Software die Arbeit, kostet aber wertvollen Platz auf der Speicherkarte. Sparen ist aber nicht sinnvoll, auch wenn bei der IXUS die Bilder im Panorama-Modus komischerweise schwächer komprimiert werden als im Normalmodus.

Stitch-Software

Der CANON-Stitcher ist nicht unbedingt das beste Programm, so daß ich mich ein wenig umgesehen habe. Störend ist vor allem der schlechte Ausgleich von Helligkeitsunterschieden an den Übergängen (siehe 2). Auch ist die Deckung an den Übergängen nicht immer gut, z.B. treten Objekte quasi als "Geisterobjekte" oft mehrfach auf (Steine, Bäume usw.).

Als weitere Programme habe ich mir den PanoStitcher (von Pixtra) und den Panorama Maker 3 (Arcsoft) angesehen (beides Shareware). Erst dachte ich, daß jetzt alles besser werden würde, aber im Endergebnis zeigt sich unter diesen 3 Programmen kein wahrer Sieger. Manchmal ist das eine Programm besser, mal das andere. Auch hängt einiges von den eingestellten Programmoptionen ab. Oft treten aber die Probleme sehr einheitlich immer an den selben Stellen auf. Tendenziell fand ich den PanoStitcher unschärfer, den Panarama Maker weniger flexibel und das CANON-Programm erzeugt die massivstens Objektvervielfachungsfehler (siehe Beispiel - Achtung: Bilder in halber Originalgröße und nur mittel-stark komprimiert für realistischen Qualitätsvergleich, dadurch relativ lange Ladezeit!).

Canon

Pano Stitcher

Panorama Maker 3

Panorama Maker 3 - manuell



CANON, PanoStitch und Panorama Maker (auto und manuell) im Vergleich


Jetzt arbeite ich mit einer Canon Powershot A700, statt der Ixus. Pixtra bietet den Service extra eine Entzerrungsdatei für die Kamera zu erstellen. Dies bringt noch einmal einen kleinen Vorteil. Wichtigste Schwächen bleiben damit die leichten Rest-Unschärfen und das manuelle Zusammenstellen der Einzelbilder - auch wenn dies recht komfortabel ist.
Ein Kollege hat mich dann auf Autopano-Pro gebracht. Das kostet zwar fast 120 Euro, liefert aber noch schärfere Bilder - praktisch ohne Übergangbereiche! Statt des Verwaschens gibt es hier nur manchmal leichte Stufen. Das Rendern ist etwas langsamer, was aber angesichts der meist sehr guten Qualität verziehen werden kann. Die vorhandene Autobild-Detektion hat aber so ihre Nachteile, z.B. wenn man zwei ähnliche Serienbilder fotografiert hat, packt die Software beide Panoramen zusammen. Auch gibt es manchmal Verzerrungen, daß z.B. die Bildmitte zu dünn ist, das Bild also quasi wie eine Sanduhr aussieht. Trotzdem habe ich es gekauft und bin mit beiden Programmen Pixtra Panostitcher und Autopano recht zufrieden. UPDATE: Die neueste Version von Autopano ist noch besser geworden. Mit dem Batch-Konverter kann man leicht mehrere Bilder parallel bearbeiten, und einige kleine neue Optionen erleichtern die Arbeit sehr, z.B. daß bei Bildererkennen eine Mischung von snkrechten und waagerechten Bildern vermieden werden kann. Pixtra nehme ich nur noch her, wenn manuelles Anpassen notwendig ist, z.B. wenn der Überlappungsbreich sehr klein ist. Also ist es weiterhin gut zwei Programme zu haben.
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Stand: November 27, 2006.